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Gesund und sicher unterwegs: Das sollten Outdoor-Fans beachten
Aus dem Outdoormagazin - Allgemein

Gesund und sicher unterwegs: Das sollten Outdoor-Fans beachten

Wer viel und gerne draußen unterwegs ist, hat sicherlich schon die ein oder andere schmerzhaft Erfahrung gemacht. Ein umgeknickter Knöchel, abgeschürfte Knie oder fiese Insektenstiche können den Spaß am Outdoor-Abenteuer empfindlich stören. In den Rucksack gehört deshalb unbedingt eine kleine Notfallapotheke. Darüber hinaus sollten die Grundregeln der Ersten Hilfe und die notwendigen Maßnahmen bei besonderen Outdoor-Situationen bekannt sein.

Outdoor-Notversorgung
Wanderung - Quelle: pixabay.com
Wer mit dem Kanu, dem Mountainbike oder als Wanderer weit weg vom nächsten Ort in der Natur unterwegs ist, passt besonders gut aus sich auf. Doch was tun, wenn etwas schiefgeht? Ein Missgeschick ist schnell passiert und ein Arzt auf dem Outdoor-Trip nicht greifbar. Wenn man stolpert, sich etwas quetscht, einen Sonnenstich erleidet oder einer Wespenattacke ausgesetzt ist, ist es wichtig, sich schnellstmöglich kompetent darum zu kümmern. Allein ist das besonders schwierig, deshalb ist es generell sicherer, bei längeren Trips mindestens zu zweit zu gehen.

Erste-Hilfe-Kurs auffrischen
Wer viel draußen unterwegs ist, sollte die typischen Erste-Hilfe-Maßnahmen kennen. Hierzu ist es ratsam, in regelmäßigen Abständen den Erste-Hilfe-Kurs aufzufrischen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass lebensrettende Maßnahmen im Bedarfsfall zuverlässig eingeleitet werden können.

Besondere Situationen Outdoor
Sonnenstich, Kreislaufkollaps und Unterzuckerung können bei längerer körperlicher Belastung vorkommen. Deshalb sollten Outdoor-Fans sie zuverlässig erkennen können und wissen, was zu tun ist.

• Kreislaufprobleme und ein Kreislaufkollaps können aufgrund erhöhter körperlicher Belastung insbesondere beim Wandern oder Bergsteigen auftreten. Mangelnde Erfahrung, geringe Kondition und ein steigendes Alter begünstigen die Faktoren, die zu Kreislaufproblemen führen. Zu erkennen sind Kreislaufprobleme an unübersehbarer Blässe und Schwachheit. Kommen kalter Schweiß und unkontrolliertes Frösteln hinzu, sowie Schwindel, Übelkeit und Herzrasen, ist höchste Alarmbereitschaft angesagt. Diese Symptome können in einer Ohnmacht münden. Die akute Gegenmaßnahme besteht in einer sofortigen Pause. Am besten setzen sich Betroffene in den Schatten und nehmen Flüssigkeit zu sich. Der Körper sollte in Schocklage gebracht werden und das bedeutet, dass Oberkörper und Kopf flach liegen, während die Unterschenkel erhöht gelagert werden. Die Kreislaufprobleme sollten sich innerhalb von 10 Minuten auflösen. Ist das nicht der Fall, werden Betroffene in die stabile Seitenlage gelagert. Danach ist ein Notruf abzusetzen. • Vor allem in den Bergen und bei klarer, sonniger Wetterlage ist die Strahlung hoch. Wer zum Beispiel in Neuseeland Urlaub macht und die wunderschöne Berglandschaft wandernd entdecken möchte, sollte stets für eine passende Kopfbedeckung gegen den Sonnenstich sorgen. Ein Sonnenstich kündigt sich durch einen heißen und roten Kopf an, obwohl der Rest des Körpers normal temperiert ist. Schmerzen stellen sich ein und ein steifer Nacken kommt in vielen Fällen ebenfalls hinzu. Wer vom Sonnenstich betroffen ist, erbricht sich in fast allen Fällen und wird von allgemeiner Unruhe erfasst. Bei einem starken Sonnenstich kann es zu Bewusstlosigkeit kommen. Im Hochgebirge ab 3000 m ist es schwierig, einen Sonnenstich von typischen Höhenproblem zu unterscheiden, da sich die Symptome ähneln. Die wichtigste Gegenmaßnahme bei Sonnenstich ist, sich in den Schatten zu setzen und Kopf und Nacken zu kühlen. Am besten legen sich Betroffene hin, wobei der Oberkörper erhöht liegen sollte. Oft dauert es Stunden, bis die Symptome sich auflösen. • Unterzuckerung kommt öfter vor, als gedacht. Insbesondere wenn das morgendliche Frühstück etwas klein ausfällt, kommt es rasch zu einer Unterzuckerung. Typische Zeichen einer Unterzuckerung zeigen sich in einem starken Leistungsabfall, weichen Knien und Übelkeit. Auch ein zittriges Gefühl in den Knien ist ein typisches Zeichen von Unterzuckerung. Wenn ein Diabetiker unter Unterzuckerung leidet, können Unruhe und Orientierungslosigkeit, sowie krampfartige Anfälle und manchmal sogar Bewusstlosigkeit auftreten. Die genannten Symptome treten aber nicht immer alle zusammen auf, sondern können sich auch einzeln zeigen. Als Gegenmaßnahme hilft es gezuckerten Tee oder zuckerhaltige Softgetränke aufzunehmen. Auch Traubenzucker, ein Müsliriegel sowie kräftig belegte Brote helfen über die Phase der Unterzuckerung hinweg.

Hilfe, Insektenstiche! Der Notfallplan.
In den meisten Fällen zeigen sich bei Insektenstichen keine weiteren Symptome. Allerdings gibt es auch Menschen, die sehr heftig auf Insektengift reagieren und einen allergischen Schock erleiden. Deshalb müssen Allergiker genau wissen, was sie im Notfall zu tun haben. Wenn ein Allergiker von einem Insekt gestochen wird, sollte der Stachel möglichst schnell entfernt werden. Jede Sekunde zählt! Eine ausführliche Beschreibung der Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einem Insektenstich liefert die Initiative Insektengift-Allergie. Die folgende Liste zeigt eine komprimierte Übersicht:

• Stachel entfernen
• Notfallmedikamente anwenden
• Notarzt rufen
• enge Kleidung lockern
• aufrecht hinsetzen bei Atemnot
• bei Schock die Schocklagerung wählen
• bei Bewusstlosigkeit die stabile Seitenlage wählen
• Lebenszeichen regelmäßig kontrollieren
• gegebenenfalls Wiederbelebungsmaßnahmen vornehmen


Generell sollten Allergiker darauf achten, sich nicht in Insektenstich-Gefahr zu begeben. Damit das zuverlässig gelingt, sollten sich Betroffene genau darüber informieren, welche Insektenstiche bei ihnen Allergien auslösen.

Kleine Rucksack-Apotheke
Die häufigsten Verletzungen auf einer Outdoor-Tour sind Wunden: ein Schnitt mit dem Messer, eine abgeschürfte Hand oder ein aufgeschlagenes Knie. Damit sich eine Wunde nicht infiziert, braucht es Desinfektionsmittel. Wenn starke Blutungen auftreten, hilft ein Druckverband, um den Blutverlust zu minimieren. Abgesehen von solch bedrohlichen Szenarien, die besondere Hilfsmittel erfordern, sollte die Notfallapotheke einige Standards enthalten. Die Reiseapotheke sollte generell auf die Länge der Tour angepasst werden. Erfahrene Outdoor-Fans empfehlen, eine Wochenendversion einer umfassenden Reiseapotheke einzupacken. Folgendes sollte stets mitgeführt werden, sobald mehr als eine Halbtagestour auf dem Plan steht: • Desinfektionsmittel
• Alkoholtupfer
• Wundschnellverband
• Blasenpflaster
• Klammerpflaster
• Wundkompressen
• Fixierbinde
• sterile Handschuhe
• Rettungsdecke
• Dreieckstuch
• Verbandsschere
• Pinzette
• Zeckenzange
• Schmerzmittel (Paracetamol oder Ibuprofen)
• Heilsalbe, Brandsalbe
• Allergiemittel

Im Handel gibt es verschiedene Reiseapotheken bekannter Outdoor-Marken. In diesen Sets ist alles Notwendige vorhanden, ähnlich wie bei einem Erste-Hilfe-Koffer für das Auto. Für Outdoor-Fans, die allein oder mit der Familie segeln, mit dem Kanu oder Boot fahren, lohnt sich die wasserdichte Variante. Wichtig ist, dass Erste-Hilfe-Set nicht weit unten im Rucksack, sondern griffbereit zu verstauen

Erweiterung auf Expeditions-Niveau Wenn ein anstrengender Höhentrip ansteht oder aber Touren durch Länder geplant sind, die im Vergleich zu Deutschland einen niedrigen Hygienestandard aufweisen, sollte die Reiseapotheke sinnvoll erweitert werden. Das bedeutet, dass Mittel gegen Höhenkrankheiten hinzukommen und im Zweifel auch Antibiotika nach Rücksprache mit dem Arzt eingepackt werden. Diese Produkte und Artikel eignen sich zur Ergänzung für Expeditionen:

• Breitband-Antibiotikum
• Salbe gegen Pilzinfektion
• Tabletten gegen Durchfall
• Salbe gegen Insektenstiche
• Mittel gegen Höhenkrankheit

Notfallnummern und Solar-Ladegerät
Um im Notfall schnell Hilfe zu können, sollte in jedem Rucksack eine Liste mit den wichtigsten Notfallnummer des Landes aufgelistet sein, in dem die Tour stattfindet. Die internationale Notrufnummer, die von allen Festnetzanschlüssen und Mobiltelefonen in allen EU-Mitgliedstaaten kostenfrei angerufen werden kann, ist die 112. Damit der Notfallruf abgesetzt werden kann, muss das Smartphone natürlich geladen sein. Im Zweifel ist es nützlich, ein Solar-Ladegerät mitzunehmen.
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